Monatsrückblick Mai 2021

Als Praktikerin für ein gelingendes Leben folge ich diesem Leitmotiv: ein Leben führen in Resonanz, facettenreich und stimmig. In diesem Beitrag spüre ich nach, ob und wo mir das im Monat Mai gelungen ist.

Ich blogge wieder

Zugegeben, das war so überhaupt nicht geplant. Doch was passiert, wenn ein Teil eines Mobiles angestoßen wird? Richtig! Alle anderen Teile kommen in Bewegung, ob sie wollen oder nicht. Das Mobile war dann auch „der Aufhänger“ in meinem 2. Blogartikel, in dem ich erkläre: Was ist systemisch? In meinem 1.Artikel ging es darum: Warum ich körperorientierte Verfahren in der Supervision liebe.

Was alles in Bewegung kam

Angestoßen hat mich die liebe Korina Dielschneider. Sie erzählte mir von BoomBoomBlog von Judith Peters. Skeptisch und erst nach zwei Tagen Migräne stieg ich ein. Ganz unerfahren war ich in diesem Bereich ja nicht. Schließlich hatte ich bis 2013 einen Textilkunstblog (www.weibsbeutel.de) geführt und kurz einen Blog über unsere Französische Bulldogge Lotte (www.waldhessen-bully.de). Eigentlich, so dachte ich, war ich mit dem Thema durch. Auf der Website zu meiner Praxis für ein gelingendes Leben zu bloggen, danach stand mir gar nicht der Sinn: macht keiner, liest keiner. Wow, so viel Widerstand! Und doch – da regte sich was in mir! Ich erinnerte mich wieder daran, dass ich in meiner Zeit im Kindergarten regelmäßig und gerne für das Gemeindeblatt, die Tageszeitung und die gemeindliche Homepage geschrieben habe. Da nannte ich das natürlich nicht Bloggen, sondern Öffentlichkeitsarbeit. Und ich erinnerte mich auch an das Erstellen der pädagogischen Konzeption. Selbstverständlich war es damals nicht, die pädagogische Arbeit zu verschriftlichen, jedoch umso wertvoller für die gemeinsame Arbeit, unser Selbstverständnis und unseren Selbstwert als Erzieher:Innen. Diesen Geist spüre ich nun wieder, wenn ich jetzt über meine Arbeit als Supervisorin schreibe.

Baustelle Website

2017 war ich mit meiner Homepage online gegangen. Danach habe ich sie kaum verändert, nur um weitere systemische Abschlüsse ergänzt. Ich wusste, da musste ich ran, aber es fehlte mir an Motivation und einer Vision: Meine Kunden kamen nicht über diesen Weg, bestenfalls war die Seite ein K.o.-Kriterium. „Meinem Inneren Antreiber“ erzählte ich, dass ich zu beschäftigt oder nicht fit genug sei. Der Perfektionistin in mir, drehte ich trotzig den Rücken zu, völlig verblüfft, mit diesem Zustand leben zu können. Dann nahm ich am Beta-Website-Kurs von Jane von Klee teil. Hier saugte ich reichlich Input auf, ins Schreiben kam ich nicht. Doch die Vision einer neuen Website war – wen auch nur kurz – aufgelodert. Also habe ich mich –halbherzig- zum Bloggen angemeldet und – was soll ich sagen – da hat es „Bang“ gemacht. Und plötzlich wurde die geplante Umgestaltung der Website sinnig. Bis dahin darf die Seite überaltert sein und sie darf sich langsam verändern. Irgendwie geht es hier vor allem auch ums Los-Lassen und das fällt mir noch enorm schwer.

Ich finde meinen Fokus

ESAuf die Frage: Was machst du beruflich? präsentiere ich gerne alle meine beruflichen Möglichkeiten, und zwar mit den Worten: Ich bin systemischer Elterncoach, Beraterin, Therapeutin, Supervisorin und Traumapädagogin, sowie Heilpraktikerin für Psychotherapie und ich war 25 Jahre Erzieherin mit Leitungsfunktion. Buhhh – wenn wollte ich hier eigentlich beeindrucken und überzeugen?! Da ich mich nicht selbst beschränken konnte, bot ich einfach alles an. Dann habe ich es so versucht: „mir ist es egal, wie „Sie“ das hier nennen wollen: Beratung, Supervision oder Therapie. Das was sie bekommen, bin immer ich,  meine Erfahrungen und die Methoden, die ich gelernt habe.“ Gerne hätte ich dafür(!) einen Namen. Trotzdem braucht die Anfrage beim Träger und letztendlich jede Rechnung einen Namen.

 

Wo stehe ich aktuell?

Mein Hauptgeschäft ist die Supervision im Non-Profit-Bereich geworden. Ich bin Expertin für den Bereich Tageseinrichtungen für Kinder und nenne mich jetzt auch so. Wo es passt, folge ich systemischen, körperorientierten und traumasensiblen Ansätzen. Supervision dient klassisch der Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit. Manchmal macht es jedoch Sinn, darüber hinaus oder vertiefend zu schauen, am besten bevor Krankheit oder Jobverlust drohen. Hier kommt meine Qualifikationen als systemische Therapeutin und körperorientierte Traumapädagogin zum Tragen. Am meisten liebe ich es jedoch, wenn Menschen an den Punkt kommen, ihren wesensgemäßen Lebens- und Arbeitsstil kreieren zu wollen. Und das(!) fühlt sich jetzt stimmig und facettenreich genug für mich an. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Fokus-Coachin Julia Mack, die mich auf dem Weg dorthin so wunderbar begleitet hat. Und jetzt klappt es sicher auch mit der passenden Website. Und dass das so wird und bleibt, dafür sorgen natürlich auch die Blog-Bang-Community und meine Blog-Buddy Luise Geier-Asfiaoui. Denn ganz schnell hatte ich mich für The Blog Bang angemeldet. Weiter geht`s.

 

 

 

Kreativ im Mai – ich lasse die Bilder sprechen

Einfach mal Malen um des Malens willen. Lust auf Farbe. Frei sein vom Anspruch, etwas besonders (er)schaffen zu müssen. Mich einfach inspirieren und anleiten lassen. Mir zufällig ein Thema wählen, was den Nerv anderer trifft: the day of dead von Heather Guller. Es  erhält viel Zuspruch. Jetzt hängt das Bild im Zauberstübchen einer ganz besonderen Frau in Österreich. Ich fühle mich geehrt und betrübe mich trotzdem – das Motiv war nicht meine Idee.

Neurographik: Etwas Neues lernen wollen. Mich schwer damit tun. Dann noch mal von vorne, wiederholen. Schön, dass ich mir das erlaube! Und wieder mal akzeptieren müssen, dass ich abends fürs Lernen oft keine Energie mehr habe. Was bin ich froh, dass es Aufzeichnungen gibt.

Dann der große Wurf: das Clownin-Selbstbildnis mit meinen Tieren. Ich liebe es und fühle mich beschenkt. Gekrönt von einer wiederholten Anfrage zu einer Ausstellung in einer Praxis.

Das „Clownin sein“ kam im Mai etwas kurz: immerhin zwei Geburtstagsvideos habe ich verschenkt. Für die beste Freundin einen hawaiianisch angehauchten Gruß im Hula-Hula-Rock mit Ukulele. Für die liebe Nachbarin, gab es einen russischen Gruß. Russisch – eine sehr herausfordernde Sprache für mich und ich habe es verständlich herausgebracht. Einer  Clownin verzeiht man eben ihr Scheitern lachend. Genauso, wie mangelndes Talent fürs Singen, Instrument spielen und Text merken. Als  Clownin darf ich das – das ist so klasse!

Hier beendet ich meinen Rückblick, auch wenn ich noch nicht alles aufgeschrieben und gewürdigt  habe. Jetzt ist mir veröffentlichen wichtiger.